Aktuelles

Umweltbundesamt: "Gefahr durch EHEC ausgeschlossen"

Mittwoch, 29. Juni 2011

Berlin, 26. Juni 2011 – Zu dem heute im Magazin „Der Spiegel“ hergestellten Zusammenhang zwischen EHEC und Trinkwasser, weist der Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Mühlbach darauf hin, dass nach Angaben des Umweltbundesamtes eine Gefahr durch den EHEC-Ausbruchsstamm ausgeschlossen werden kann. UBA-Präsident Flassbarth führte ergänzend aus: „Die mit unabhängigen Wissenschaftlern besetzte Trinkwasserkommisssion beim Umweltbundesamt hat eine Gefahr für das Trinkwasser durch den aktuellen EHEC-Ausbruchsstamm verneint.“

Zur Frage, ob EHEC über das Trinkwasser übertragen werden kann, hat das Umweltbundesamt eindeutig Stellung bezogen, so der Zweckverband. Demnach gebe es laut UBA keine Anzeichen für eine Verbreitung von EHEC direkt mit dem Trinkwasser. Trinkwasser als Ursache sei unwahrscheinlich, da die gegenwärtigen Erkrankungshäufungen über ganze Landstriche und größere Regionen verteilt seien und nicht einem Versorgungsgebiet der öffentlichen Trinkwasserversorgung zugeordnet werden könnten. „Ohnehin ist Trinkwasser gegenüber anderen Infektionspfaden (Lebensmittel, Tierkontakt) selten direkter „Überträger“ von Krankheitserregern wie EHEC, da in der Regel weder die Fäkalien von Tieren noch von Menschen in das Trinkwasser gelangen“, so das UBA. Weiter führt das Amt aus: „Dies wird durch mehrere sogenannte „Barrieren“ sichergestellt – den Schutz der Brunneneinzugsgebiete oder Gewässer, die Aufbereitung in den Wasserwerken, wenn nötig einschließlich einer Desinfektion, und den guten Zustand der Trinkwasserleitungen."

Der Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Mühlbach überprüft die Qualität des Trinkwassers im Verbandsgebiet regelmäßig und in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt.

Die in Deutschland geltende Trinkwasserverordnung, in der die notwendigen Kontrollen gesetzlich festgelegt seien, gehöre zu den strengsten Gesetzen zur Trinkwasserüberwachung weltweit, so der Zweckverband. Dazu gehöre auch die mikrobiologische Untersuchung, die prüfe, ob E.coli im Wasser vorkomme. "Die Trinkwasserunternehmen können bei Auftreten einer mikrobiologischen Belastung das Rohwasser, dass zu Trinkwasser aufbereitet wird, wirkungsvoll durch herkömmliche Desinfektionsverfahren reinigen. Dies bestätigen auch die vom Umweltbundesamt veröffentlichten Einschätzungen zu EHEC und Trinkwasser", so der Zweckverband.

Auch eine breit angelegte Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt, dass das Trinkwasser in Deutschland eine gute bis sehr gute Qualität hat. Die Studie des Amtes ergab: Die mehr als 2600 großen zentralen Wasserversorgungsanlagen halten in mehr als 99 Prozent die gesetzlichen Auflagen ein, zu denen auch die Überprüfung mikrobiologischer Belastungen gehört.

 

 

Welt-Wasser-Tag 2011

Montag, 07. März 2011

Der nächste Weltwassertag findet am 22. März 2011 unter dem Motto

"Wasser für die Städte: Antwort auf urbane Herausforderungen"

Weltwassertag-Banner

 

statt.

Ziel des Weltwassertages 2011 ist es, das Augenmerk der Welt auf die mit der rasch zunehmenden Urbanisierung insbesondere in den Schwellen- und Entwicklungsländern verbundenen Probleme für die Wasser- und Sanitärversorgung der Bevölkerung und für den Zustand der Gewässer zu lenken. Der Fokus richtet sich insbesondere auf den wachsenden Bedarf an städtischer Wasserversorgung und Abwasserentsorgung – insbesondere auch für die armen Bevölkerungsschichten. Durch die 2010 von den Vereinten Nationen vollzogene Anerkennung eines Rechts auf Wasser und sanitäre Grundversorgung ist erneut unterstrichen worden, welche Bedeutung der Lösung dieser Herausforderungen zukommt. Die zunehmende Verschmutzung der Gewässer durch kommunale und industrielle Einleitungen sowie die Übernutzung der vorhandenen Wasserressourcen sind weitere Themen, auf das das diesjährige Motto des Weltwassertages hinweisen soll. Gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern besteht die Gefahr, dass durch einen raschen und teilweise unkontrollierten anwachsenden Urbanisierungsprozess die Wasserbilanz der jeweiligen Regionen nachhaltig gestört werden könnte. Zunehmend ungesteuerte Urbanisierung und steigender Bevölkerungsdruck sind nur zwei, aber sehr bedeutende, essentielle Herausforderungen für das Wassermanagement in urbanen Regionen der Entwicklungs- und Schwellenländer. Ein weiteres Thema sind die Risiken, die sich für städtische Regionen z. B. durch die Folgen des Klimawandels ergeben, etwa die Bedrohung durch den Meeresspiegelanstieg in Küstenregionen, in denen weltweit viele der größten und am schnellsten wachsenden Städte liegen.

Weltwassertag-LogoIn Deutschland stellen sich diese Probleme erfreulicherweise so nicht. Aber auch bei uns stehen die Städte und Gemeinden z. T. vor neuen Herausforderungen im städtischen Wasser- und Abwassermanagement, etwa im Zusammenhang mit der Anpassung an den demographischen Wandel. Das diesjährige Motto des Weltwassertages könnte Anlass sein, auch solche Themen aufzugreifen und der Öffentlichkeit nahe zu bringen.

Des Weiteren möchte das Bundesumweltministerium den Weltwassertag zukünftig zum Anlass nehmen, einen durch das Umweltbundesamt gekürten "Gewässertyp des Jahres" bekanntzugeben. Mit der Aktion soll die ökologische Bedeutung und die Schutzwürdigkeit von Gewässern herausgestellt und einer breiten Öffentlichkeit vermittelt werden. Grundlage für die Auswahl sind die deutschen Gewässertypen. "Gewässertyp des Jahres 2011" wird der "Grobmaterialreiche, silikatische Mittelgebirgsbach" werden, da dieser der häufigste Typ in Deutschland ist.

 

Poster Welt-Wasser-Tag

Der Weltwassertag findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt.

Er geht auf eine Resolution der Vereinten Nationen vom 22. Dezember 1992 zurück und steht im Einklang mit den Empfehlungen der Agenda 21 zu den Süßwasserressourcen. Alle Staaten waren aufgefordert, konkrete Aktivitäten im Rahmen des Weltwassertages zu ergreifen, um die Öffentlichkeit auf den Wert des Zugangs zu sauberem Wasser aufmerksam zu machen.

Alle Staaten sind aufgefordert, diesen Tag der Umsetzung der UN-Empfehlungen zu widmen und geeignete konkrete Maßnahmen auf nationaler Ebene durchzuführen.

Die jährlich wechselnden Schwerpunktthemen wurden durch die Vereinten Nationen festgelegt.

 

Die Mottos der Weltwassertage der vergangenen Jahren lauten:

2010 Reines Wasser für eine gesunde Welt

2009 Grenzüberschreitende Gewässer

2008 Sichere Sanitärversorgung weltweit gewährleisten

2007 Zeit zum Handeln - Wasserknappheit und Dürre

2006 Wasser und Kultur

2005 Wasser für das Leben

2004 Wasser und Naturkatastrophen

2003 Wasser und Zukunft

2002 Wasser und Entwicklung

2001 Wasser und Gesundheit

2000 Wasser für das 21. Jahrhundert

1999 Wir alle leben stromabwärts

1998 Grundwasser - die unsichtbare Ressource

1997 Sauberes Wasser für alle

1996 Wasserkreislauf - Lauf des Lebens

1995 Wasser schützen - Leben schützen

 

WerWieWasser

Montag, 31. Januar 2011

Interaktive Lernspiele für Kinder

WerWieWasser-CD

Die Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e.V. (VDG) hat eine Lern-DVD herausgegeben, die Kindern von acht bis zwölf Jahren auf neuartige Weise Lernspiele, interaktive Elemente und Experimente zum Thema Wasser bietet.

Die Inhalte sind in Szenen aus der persönlichen Erfahrungswelt der Kinder eingebettet, die diese erforschen können. Nicht nur ein spannendes Spielerlebnis am Computer ist garantiert, die DVD motiviert die Kinder über Experimentier- und Bastelanleitungen auch dazu, das Erlernte selbst auszuprobieren und zu erfahren.

Parkbild               Schwimmbadbild

Im Mittelpunkt der Lern- und Spiel DVD stehen vier Erlebniswelten, in denen es vor kleinen Alltagsszenen nur so wimmelt. Die sorgfältig und phantasievoll illustrierten Themenwelten machen neugierig auf dass, was sich dahinter entdecken lässt. Dort, wo sich beim Darüberfahren mit der Maus plötzlich etwas bewegt und lustige Animationen ausgelöst werden, die alleine schon Spaß machen, öffnen sich beim Klicken weitere Spielebenen:

• 20 Lernspiele (interaktive Filme, Animationssequenzen, Rätsel-, Puzzle- und Memo-Spiele).

• 22 Tonsequenzen und gesprochene Erläuterungen

• 21 Experimente, neun Bastelanleitungen, fünf Spiele und fünf Infoblätter zum Ausdrucken, Ausprobieren und Selbermachen.

Stadtbild               Flussbild

Das Gelernte lässt sich dann anhand der Anleitungen leicht mit eigenen Versuchen in Bad und Küche, im heimischen Sandkasten oder auf dem Spielplatz praktisch ausprobieren und vertiefen. Auch verschiedene Spiele bieten die Option, Ergebnisse oder Inhalte auszudrucken und teilweise weiterzubearbeiten. Ziel der DVD ist damit auch besonders, die Kinder vom PC in die reale Welt zu locken um dort gemeinsam mit anderen die Welt des Wassers hautnah zu erfahren und sie so für Wasserthemen zu begeistern und zu sensibilisieren.

 

Auf der Homepage www.werwiewasser.de bietet Ihnen die VDG ergänzende Informationen zur neuen DVD. Im Medien-Shop des VDG können Sie diese DVD bestellen.

Vereinigung Deutscher Gewaesserschutz e.V.